Die geistesgeschichtliche Bedeutung der griechischen Antike

Der griechische Ursprung der Verstandeskultur: Antike Mathematik, antike Wissenschaft, antike Philosophie

Antike, griechische - Raffael: Die Schule von Athen


Auf dieser Website werden Überblicksartikel (PDF-Dokumente) zur griechischen Antike eingestellt. Im Mittelpunkt stehen die kulturellen, wissenschaftlichen und philosophischen Leistungen der griechischen Antike: Ihre Beiträge zu einer Kultur des klugen Verstandesgebrauchs. Nach gegenwärtiger Planung sind insgesamt 18 Übersichtspapiere zu verschiedenen Themen vorgesehen. (Ich empfehle zur Lektüre der Texte sich jeweils eine lokale Kopie der PDF-Dokumente anzulegen. So funktioniert auch der Zugriff auf die eingebetteten Hyperlinks besser.)

Der Artikel Antikes Griechenland: Die Erfindung eines neuen Typs von Verstandeskultur dient als Einleitung. Zusammen mit Griechische Geschichte bis 336 v.Chr beinhaltet er das Hintergrundwissen, das bei den sonstigen Texten stillschweigend vorausgesetzt wird. Wer zunächst einmal an einer allgemeinen Übersicht zum Thema griechische Antike interessiert ist, der sollte diese beiden Texte konsultieren, bevor er sich anderen Papieren auf dieser Website zuwendet.

Alle Papiere wurden als Einführungstexte zu ihrem jeweiligen Thema konzipiert. Der Stil ist eher journalistisch oder populärwissenschaftlich, denn streng akademisch. Die Adressaten sind eher interessierte Laien, denn ambitionierte Fachwissenschaftler. Auf Zitate, Fußnoten und Literaturhinweise wurde allerdings nicht verzichtet.

Den Papieren unterliegt ein Gesamtkonzept. Aber auch wenn die diversen Papiere gern und ausgiebig aufeinander verweisen, so kann dennoch jedes Papier auch eigenständig gelesen werden. Das hat natürlich zur Folge, dass sich ein gewisses Maß an Überschneidung zwischen den verschiedenen Papieren nicht vermeiden lässt. Es kann sogar zu kleineren Widersprüchen zwischen den Papieren kommen. Eine vergröbernde Beschreibung, die für ein Randthema des einen Papiers als angemessen gelten kann, kann in einem anderen Papier, in dem die gleiche Fragestellung kein Randthema sondern zentraler Punkt ist, gänzlich unangemessen sein. Trotz dieser kleinen Nachteile überwiegen in meinen Augen die Vorteile eigenständig lesbarer Papiere.

Griechische Antike - Zeus Statue des Phidias


Antikes Griechenland: Die Erfindung eines neuen Typs von Verstandeskultur

40 Seiten, ca. 0.9 MB

Literatur antikes Griechenland

Griechische Geschichte - Zeus
Griechische Geschichte bis 336 v.Chr.

30 Seiten, ca. 2.2 MB

Literatur griechische Geschichte

Pythagoras
Antike Mathematik: Pythagoras & Co. - Griechische Mathematik vor Euklid

50 Seiten, ca. 1.2 MB

Literatur Pythagoras

Thales
Demnächst:

Vorsokratik: Von Thales bis zum antiken Atomismus


Antike Philosophie - Platon Kopf
Antike Philosophie: Platon - Mathematik, Ideenlehre und totalitäre Staatsutopien

86 Seiten, ca. 1.4 MB

Literatur zu Platon


Antike Wissenschaft - Eudoxos Fantasiebild
Antike Astronomie bis zum Almagest: Eudoxos & Co. - Die Anfänge der wissenschaftlichen Astronomie

32 Seiten, ca. 0.8 MB

Literatur antike Astronomie

Antike Philosophie und Logik - Aristoteles Büste
Der Syllogismus: Aristoteles - Logik und Methodik in der Antike

36 Seiten, ca. 0.7 MB

Literatur zu Aristoteles

Alexander der Grosse
Alexander der Große – Ein Feldzug verbreitet griechische Kultur

59 Seiten, ca. 1.5 MB

Literatur zu Alexander dem Grossen

Antike Mathematik - Euklid Fantasiebild
Antike Mathematik: Euklid und die Elemente

38 Seiten, ca. 0.9 MB

Literatur zu Euklid


Der Schwerpunkt der hier eingestellten Papiere liegt auf den Beiträgen des antiken Griechenlands zu beweisender Mathematik, empirischen Wissenschaften und westlicher Philosophie. Im Mittelpunkt steht also die geistesgeschichtliche und wissenschaftshistorische Bedeutung der griechischen Antike. Wenn man die europäische Epoche von 1350 – 1600 mit einigem Recht Renaissance („Wiedergeburt“) nennt, dann war die griechische Antike die Epoche der Naissance („Geburt“).

Die beweisende Mathematik, die formale Logik (Syllogismus), die wissenschaftliche Astronomie und Kosmologie, die sich von religiösen Traditionen emanzipierende säkulare Medizin, die wissenschaftliche Geschichtsschreibung, die wissenschaftliche Philologie und die westliche Philosophie – alles nimmt seinen Anfang in der griechischen Antike. Viele der wissenschaftlichen Leistungen der griechischen Antike blieben dabei mehr als 1000 Jahre unübertroffen. Darüber hinaus liegen aber auch die Wurzeln des westlichen Individalismus und der westlichen Demokratie in der griechischen Antike.

Euklid schenkte der Mathematik das Leitbild der Deduktion aus Axiomen. Archimedes, das erste mathematische Jahrtausend-Genie, war nicht nur als Mathematiker produktiv. Er entdeckte auch das Hebelgesetz und das Prinzip vom hydrostatischen Auftrieb. Die Wiederentdeckung des antiken Atomismus (Leukipp, Demokrit, Epikur) durch Gassendi in der Renaissance hat den Weg zum modernen Atomismus geebnet. Kurzum: Die moderne Wissenschaft wie auch die westliche Philosophie haben ihren Ursprung in der griechischen Antike.

Wir haben also allen Grund, das antike Griechenland nicht nur für seine facettenreiche Mythologie, seine Dichtkunst, seine Dramen und Komödien, seine Keramik, seine bildenden Künste, seine Architektur und Harmonielehre zu preisen. Die griechische Antike war vor allem das Zeitalter der 1. Aufklärung. Von zentraler Bedeutung für diese 1. Aufklärung war die Entdeckung der beweisenden Mathematik. Dass Menschen kraft ihres Verstandes beweisen können und dabei auch das zunächst gänzlich Überraschende jenseits jedes vernünftigen Zweifels begründen können, ist eine nachhaltige Ermutigung für alle, die sich an einer verstandesgeleiteten Orientierung in dieser Welt versuchen wollen. Überlieferte Religion wie Tradition verlieren vor dem Hintergrund der Erfahrung der beweisenden Mathematik und des dadurch geförderten neuen Vertrauens in die eigenen Verstandeskräfte rapide an Autorität.

Die Griechen verfügten über kein starkes Berufspriestertum, das sich den Bewegungen der erwachenden Verstandeskultur wirksam entgegenstemmen konnte. Trotz gelegentlicher Prozesse wegen Asebie (Religionsfrevel, Leugnung der Götter): Im wesentlichen können sich die heute unter den Bezeichnungen Sophistik und Vorsokratik bekannten ersten Erprobungen eines neuen Typs von Verstandeskultur ohne allzu viele Probleme entfalten. So etwas wie das Todesurteil gegen Sokrates wegen Asebie ist auch für die späteren Phasen der griechischen Antike zum Glück eher Ausnahme.

Natürlich hat die griechische Antike ihre Leistungen nicht im luftleeren Raum erbracht. Die griechische Antike absorbiert vielmehr die Kenntnisse und Fertigkeiten anderer Kulturen in ungeheurem Ausmaß. Phönizien, Ägypten, Babylonien: Alles Kulturen, die zu Beginn der griechischen Antike als Quelle wichtiger kultureller Errungenschaften und Kenntnisse von den Hellenen genutzt werden. Was die griechische Antike jedoch daraus macht, übertrifft nach kurzer Zeit die Leistungen der phönizischen, ägyptischen und babylonischen Kultur deutlich. So haben die Griechen vieles an geometrischem Wissen zunächst einmal von Babyloniern und Ägyptern übernehmen müssen. Aber den Beweis, als das zentrale Element der Mathematik, haben die Griechen eingeführt.

Die griechische Antike verarbeitet die Kulturimporte zu einer Verstandeskultur und legt somit den Grundstein für alle späteren Epochen der Aufklärung und Renaissance. Sowohl die europäische Renaissance wie die islamische Blütezeit wären ohne die griechische Antike undenkbar.

Neben PDF-Dokumenten zu den entscheidenden Beiträgen der griechischen Antike zur Kultur des klugen Verstandesgebrauchs – der antiken Wissenschaft und antiken Philosophie – werden hier (im Lauf der Zeit) auch Papiere zu zwei besonders berühmten Machtmenschen der Antike, Perikles und Alexander der Große, eingestellt. Das Grundthema dieser Website, die griechische Antike als 1. Aufklärung, wird aber auch dabei stets im Auge behalten.

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In den Fällen solch „abgeleiteter“ Werke muss das neu erstellte Werk ebenfalls unter eine entsprechend liberale Lizenz, am einfachsten unter die gleiche Creative Commons Lizenz, gestellt werden, und es sollte einen Hinweis auf die genutzten Werke und deren Autor gegeben werden (Namensnennung). Zwei Beispiele dafür wie so etwas aussehen kann:

Eine mögliche Variante zur Gestaltung von Titelblatt und Vorwort im Fall von kleineren Abänderungen wird - am Beispiel des Euklid Textes - hier aufgezeigt.

Ein Beispiel für die Gestaltung der „Namensnennung“ bei einem weitgehend neuen Text liefert dieses Titelblatt.

Natürlich sind auch andere Lösungen möglich. Das sind nur zwei Beispiele.


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